Weiblichkeit neu entdecken – Dinge, die ich von Spanierinnen gelernt habe

Ich verbringe dieses Jahr wieder meinen fünften Monat in Spanien.

Seit meinem Exit 2022 ist dieses Land mein Hafen geworden. Zwischen dem Leben in Deutschland, Polen und der Welt. Ich pendle oft. Ich bin viel unterwegs. Aber wenn ich in Málaga und in Marbella ankomme, spüre ich eine andere Frequenz.

Es ist nicht nur die Sonne, die hier wärmer scheint. Es ist die Art, wie Frauen sich begegnen. Wie sie durch die Straßen gehen. Wie sie ihre Tage strukturieren. Wie sie leben.

Hier fühle ich mich nicht nur in Spanien, sondern bei Frauen, die mich immer wieder an etwas erinnern.

Dass Weiblichkeit nicht perfekt sein muss, um schön zu sein.

Und vor allem nicht strategisch, um Wirkung zu haben.

Deshalb habe ich meine Gedanken aufbereitet. Über all die Dinge, die ich von spanischen Frauen gelernt habe. Alltagsbeobachtungen und Türen zu einer Lebensweise, die mir gut tut. Vielleicht auch dir.


1. Essen ist ein Ritual des Teilens

In Spanien bestellt man selten nur für sich. Alles kommt in die Mitte – Tapas, Raciones, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon – als würde man sagen: Das Leben gehört uns allen. Es geht nicht nur um Geschmack, sondern um Gemeinschaft. Um Blicke, die sich über dem Tisch treffen, Gelächter, das mit dem Brot gebrochen wird. Essen ist hier ein soziales Versprechen: Ich teile mit dir, was mich nährt.

2. Siesta ist kein Klischee, sondern ein Geschenk fürs Nervensystem

Nicht überall wird sie gemacht. Besonders nicht in den großen Städten. Aber wenn die Sommersonne ihren Zenit erreicht, spüre ich sie dennoch: diese natürliche Erschöpfung, diesen Wunsch, mich zurückzuziehen. Eine Pause, kein Rückzug. Ein Respekt vor dem eigenen Rhythmus. Vielleicht brauchen wir keine Siesta im Kalender, sondern einfach mehr Erlaubnis, mittendrin weich zu werden, sich auszuruhen und mit Lebendigkeit zurück in den Alltag zu kehren.

3. Schönheit ist eine Haltung

In Spanien habe ich verstanden: Wahre Schönheit beginnt nicht im Spiegel, sondern in der Haltung. Viele Frauen hier tragen kaum Make-up und doch strahlen sie. Mit sonnengeküsster Haut, mit Lachfalten, mit dieser besonderen Selbstverständlichkeit, die sagt: Ich bin hier. Es ist nicht das perfekte Styling, das auffällt, sondern die innere Erlaubnis, da zu sein. Authentisch. Unverstellt. Weiblich. Und genau das wirkt stärker als jeder Lidstrich.

4. Das Zuhause ist draußen

Während in Deutschland viele Treffen im Wohnzimmer beginnen, trifft man sich hier draußen: auf Plätzen, in Bars, beim Spaziergang durch die Gassen. Das Leben findet statt, nicht hinter geschlossenen Türen, sondern unter freiem Himmel. Es ist eine Einladung, dabei zu sein. Auch wenn man nur kurz auf einen Kaffee bleibt.

5. Glück braucht keine großen Gesten

Was mich am meisten berührt: wie einfach Freude hier sein darf. Man sitzt gemeinsam auf einer Bank, teilt sich ein Bocadillo, beobachtet das Leben. Es braucht keinen Anlass, keine perfekte Planung. Nur ein bisschen Sonne. Und jemanden, mit dem man schweigen kann, ohne dass es sich komisch anfühlt.

6. Eleganz ohne Eile

Spanierinnen haben Stil. Aber nicht den aus der Modezeitschrift. Sondern den, der aus Selbstverständlichkeit kommt. Aus dem Wissen, dass wahre Schönheit nicht perfekt sein muss. Sie tragen Kleider, als wären sie Teil ihrer Haut. Kein Zwang. Kein Zuviel. Nur Haltung.

7. Zeit hat hier einen anderen Takt

Mittagessen um 15 Uhr. Abendessen um 22 Uhr. Anfangs war es seltsam. Jetzt liebe ich es. Der Tag streckt sich wie eine Katze in der Sonne. Nichts drängt, nichts hetzt. Es bleibt Raum für alles. Und genau das fühlt sich an wie gelebte Freiheit.

8. Die Straßen kennen eine Königin

Was mich jedes Mal innehalten lässt, sind die Bilder der Jungfrau Maria. An Hauswänden, in kleinen Altären, mit frischen Blumen und Kerzen. Oft unauffällig. Manchmal überwältigend schön. In Spanien lebt ein tiefer, unerschütterlicher Respekt für das Weibliche. In den Marienfiguren an den Straßenecken, in den Prozessionen, in der Art, wie die Großmütter noch heute Rosenkränze beten. Es ist nicht nur religiös. Es ist kulturell. Ein kollektives Erinnern an die Kraft der mütterlichen Liebe, der Würde, der Hingabe. Hier ist Weiblichkeit nicht nur privat. Sie ist öffentlich geehrt.

9. Die Kultur selbst ist weiblich

Es gibt etwas Sanftes, Warmes in dieser Kultur. Etwas, das einlädt, statt zu fordern. Man redet mit Händen, mit Blicken, mit Zeit. Man nimmt sich Raum füreinander, lässt Gefühle durch die Stimme vibrieren. Es ist eine Kultur, in der Zuwendung eine Form von Kunst ist. Und vielleicht hat genau das mich gelehrt, dass Weiblichkeit nicht erklärt, sondern gelebt werden will. Im Duft der frischen Tortilla. Im Lächeln einer alten Señora. In der Tatsache, dass hier das Leben selbst gefeiert wird. Tag für Tag, ohne Anlass.

10. Genuss kennt kein schlechtes Gewissen

Was mir besonders auffällt: Spanierinnen genießen. Ohne sich dafür zu rechtfertigen. Ob es das zweite Stück Kuchen ist, ein Nachmittag in der Sonne oder ein neues Kleid. Alles wird mit einer Selbstverständlichkeit zelebriert, die ich bewundere. Kein ständiges Hinterfragen, kein innerer Kalorienrechner, kein „Ich sollte eigentlich…“ Es ist, als wäre das Leben zum Genießen da. Nicht zum Optimieren. Und genau das hat meine eigene Beziehung zu Genuss nochmal verstärkt.

Wenn dich diese kleinen Beobachtungen berühren, dann könnte mein Buch Seven Shades of You – Feminine Archetypen der Weiblichkeit und Psyche genau das Richtige für dich sein.

Darin tauche ich tief in die sieben inneren Archetypen der Frau ein – vom Mädchen bis zur weisen Kriegerin – und zeige, wie sie in uns wirken, sich wandeln und sich kreieren lassen.

Es ist eine Einladung, deine eigene Weiblichkeit in all ihren Facetten zu erkennen. Jenseits von Rollen, jenseits von Erwartungen.

So wie ich es in Spanien immer wieder lerne.

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7 Shades Of You

Feminine Archetypen der Psyche und Weiblichkeit


7 Shades Of You reist durch deine weibliche Psyche, die femininen Archetypen nach C.G. Jung und die Facetten der griechischen Göttinnen wie Aphrodite, Persephone, Artemis & Co.

Dieses Buch lädt dich ein, deine Weiblichkeit zu erforschen, deine Schattenseiten zu akzeptieren und dein multidimensionales feminines Wesens zu lieben.

ISBN: 979-8856721415

313 Seiten

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